Sonderausstellung

9. OKTOBER 2026 bis 30. SEPTEMBER 2027

Sonderausstellung WAL UND MENSCH. Fatale Jagd durch die Jahrhunderte

Wale gehören zu den faszinierendsten Lebewesen der Erde und beschäftigen die Menschen seit Jahrtausenden. Bereits aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. sind Berichte über die gewaltigen Meeressäuger überliefert. Über viele Jahrhunderte war das Verhältnis zwischen Mensch und Wal vor allem durch Jagd, Nutzung und wirtschaftliche Interessen geprägt. Heute stehen zunehmend ihr Schutz und ihre Bedeutung für die marinen Ökosysteme im Mittelpunkt.

Die Sonderausstellung „Wal und Mensch“ widmet sich dieser wechselvollen Beziehung. Historische Zeugnisse, Modelle und weitere Exponate zeigen, wie Walfang über Jahrhunderte betrieben wurde, wie die Tiere genutzt wurden und welche Folgen die intensive Jagd für die Walbestände hatte. Zugleich zeichnet die Ausstellung den Wandel vom kommerziellen Nutzen hin zu einem wachsenden Bewusstsein für Schutz und Erhalt der Wale nach.

Auch Rostock ist mit der Geschichte des Walfangs verbunden. Mitte des 19. Jahrhunderts segelten Rostocker Seeleute mit den Walfangschiffen FLORA und POLARSTERN bis nach Grönland. In den 1950er Jahren wurde zudem das Walfangmutterschiff JURI DOLGORUKI in Rostock gebaut.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der Beziehung zwischen Mensch und Wal in Literatur und Kultur. Dabei spielt Herman Melvilles weltberühmter Roman „Moby Dick“ eine besondere Rolle. Begleitend zur Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock ein Theaterprojekt.

Exponate aus den Beständen des Schifffahrtsmuseums Rostock sowie Leihgaben, unter anderem vom Meeresmuseum Stralsund, veranschaulichen die Geschichte von Jagd und Nutzung bis hin zum heutigen Schutz der größten Säugetiere der Erde.

Unser Dank gilt den wertvollen Leihgebern und Unterstützern dieser Sonderausstellung: dem Meeresmuseum Stralsund, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der WG Schiffahrt-Hafen sowie der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.